Samstag, 3. August 2013
Unser Gruppenkonzept
dubistnichtallein, 18:24h
Wen wir ansprechen
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Unsere Zielgruppe sind Personen mit grundlegenden Schwierigkeiten, auf andere zuzugehen. Im Gegensatz zu ähnlichen Selbsthilfegruppen steht die Erarbeitung und Vertiefung kommunikativer Fertigkeiten bei uns im Mittelpunkt, wobei gegenseitige Motivation und emotionale Stütze natürlich nie zu kurz kommen darf.
Was wir erwarten, ist: Toleranz und Offenheit, ein gewisser Sinn für Strukturen und angemessene Redezeiten, darüber hinaus Einsatzbereitschaft füreinander.
Alles dieses aber nur im Sinne einer fruchtvollen Zusammenarbeit.
Wie wir denken
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Wir setzen uns so breit wie nur denkbar mit allen Methoden auseinander, die unseren Teilnehmern in ihren Lebenssituationen irgendwie helfen könnten.
Indes betonen wir, dass unsere Grundausrichtung weltlich und bodenständig ist und bleiben soll.
Wir brechen mit gängigen Klischeevorstellungen von sozialen Außenseitern wie uns, z.B. der pauschalen Unterstellung von letztlich endogenen oder gar rein körperlichen Ursachen, von irrationalem negativem Denken / Selbstwertgefühl oder Verdrängungsprozessen.
Wir setzen uns dem Trend der Individualisierung, in welchen inneren Weisheits- und Wohlfühl-Verpackungen er auch dargereicht wird, entgegen und glauben, dass auch die Gesellschaft eine Verantwortung für Probleme Einzelner trägt. Deswegen sprechen wir uns nicht nur gegenseitig Mut zu, sondern verstehen die Gruppe als Gemeinschaft und engagieren uns überdies dafür, die Gesellschaft im Sinne von mehr Gemeinschaft und einem offeneren Umgang mit persönlichen Sorgen insbesondere junger Menschen, der nicht nur überspitzt gesagt die Alternative zwischen Disco, Schützenverein, Kirche, Meditationskurs, Bordell und Psychiatrie lässt, umzugestalten.
Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Erarbeitung neuer Therapien jenseits des Psychologie- und Lebenshilfemainstreams, z.B. auf Grundlage von Reizverarbeitungstraining, Kreativitätstechniken, kulturellem Mentoring, Humortheorie. Dabei streben wir auch den Dialog mit verschiedenen Fachrichtungen, wie Psychologie, Sozialpädagogik, Kulturwissenschaft bzw. deren unterschiedlichen Lagern, und eine bessere Vernetzung dieser Fachrichtungen miteinander an.
Was wir machen
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Jede Woche findet an einem festen Wochentag und Zeitpunkt eine moderierte Sitzung statt.
Diese wird jeweils umrahmt von einem Anfangs- und Abschlussblitzlicht. Darin teilen wir unser Befinden und unsere zentralen Gedanken am Anfang und am Ende eines Treffens gebündelt mit.
Darüber hinaus ist der Ablauf relativ frei. Er wird am Ende jeder Runde für die jeweils nachfolgende beschlossen, damit nicht dann ein Chaos entsteht. Es können aber auch kurzfristig Änderungen vorgenommen werden.
Mögliche Gruppenformen sind z.B.:
1) Kommunikationsübung
2) Besprechung eines allgemeinen Themas
3) Besprechung eines Einzelanliegens
4) gemeinsame Unternehmung
Es kann auch mehreres miteinander kombiniert werden, aber: lieber weniger und dafür besser!
Sollte die Gruppe einmal ausfallen oder sollten Teilnehmer zu kurz kommen, legen wir Wert darauf, uns um Kompensation zu bemühen. Das kann ein Ersatztreffen im Sinne einer formalen Runde sein, ein persönliches Gespräch oder was gerade gefragt ist. Dabei stehen persönliche Sympathien auch mal hinten an, denn wir sind keine Kontaktbörse, sondern eine Hilfsplattform, die jedem, der sie beansprucht, in einem Prozess des gegenseitigen Gebens und Nehmens auch zur Seite steht!
Alles bei uns ist freiwillig – aber: wir ziehen den Begriff der Freiwilligkeit nicht in den Schmutz! Wir besetzen ihn so, dass wir freiwillig etwas miteinander und füreinander tun und nicht etwa freiwillig gleichgültig sind!
Manchmal tauchen Tabu-Themen auf, die jemand nicht vor versammelter Teilnehmerschaft bereden will. Werden Störeinflüsse in der Gruppendynamik wahrgenommen, kommt dies bei uns jedoch offen auf den Tisch.
Wer das Sagen hat
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Alle Gruppenmitglieder sind gleichberechtigt, es gibt keinen Leiter in dem Sinne. Lediglich wird ein Moderator gewählt, der fest sein, aber auch wechseln kann, sowie ein Ansprechpartner für Neuinteressierte oder Besucher.
Wünschenswert ist eine fixe Vertrauensperson für Tabu-Themen, falls sich jemand dies zutraut.
Eine professionelle Begleitung ist auf Dauer nicht vorgesehen, kann aber im Bedarf (akute Gruppenstreitigkeiten etc.) punktuell erfolgen und über den Expertenkontakt auch effektiv organisiert werden.
Unsere Leitsätze
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1. Wir wertschätzen einander
2. Wir helfen einander
3. Wir lassen niemanden im Stich
4. Wir treffen uns, wenn es sein muss, auch an ausgefallenen Orten
5. Wir treffen uns auch zu zweit oder dritt
6. Wir geben jedem Teilnehmer den ihm zustehenden Raum
7. Wir helfen im Rahmen unserer Möglichkeiten auch Menschen, die wir für unser Gruppenformat nicht als geeignet befunden oder die bei uns nicht Fuß gefasst haben
8. Wir suchen nach konkreten Lösungswegen für die Probleme des jeweils anderen, insoweit dieser es wünscht
9. Wir helfen, wenn nötig, bei diesen Lösungswegen auch außerhalb der Sitzungen aktiv mit
10. Wir suchen den privaten Kontakt miteinander, auch wenn wir sehr verschieden sind – jeder kann vom anderen etwas mitnehmen
11. Wir pflegen eine authentische Sprache
12. Wir heißen respektvolle Kritik untereinander willkommen
13. Wir versuchen, regelmäßig zu kommen und insbesondere, wenn Neue oder Besucher sich ansagen, uns daran zu halten
14. Wir vermeiden Pathologisierungen und Einordnungen in klinische Kategorien
15. Wir engagieren uns gesellschaftlich für die Integration von Außenseitern
16. Wir entwickeln Ansätze für alternative Therapiemethoden und tauschen uns darüber mit Experten aus
Unsere E-Mail
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kommunikationsfluss_h@gmx.de
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Unsere Zielgruppe sind Personen mit grundlegenden Schwierigkeiten, auf andere zuzugehen. Im Gegensatz zu ähnlichen Selbsthilfegruppen steht die Erarbeitung und Vertiefung kommunikativer Fertigkeiten bei uns im Mittelpunkt, wobei gegenseitige Motivation und emotionale Stütze natürlich nie zu kurz kommen darf.
Was wir erwarten, ist: Toleranz und Offenheit, ein gewisser Sinn für Strukturen und angemessene Redezeiten, darüber hinaus Einsatzbereitschaft füreinander.
Alles dieses aber nur im Sinne einer fruchtvollen Zusammenarbeit.
Wie wir denken
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Wir setzen uns so breit wie nur denkbar mit allen Methoden auseinander, die unseren Teilnehmern in ihren Lebenssituationen irgendwie helfen könnten.
Indes betonen wir, dass unsere Grundausrichtung weltlich und bodenständig ist und bleiben soll.
Wir brechen mit gängigen Klischeevorstellungen von sozialen Außenseitern wie uns, z.B. der pauschalen Unterstellung von letztlich endogenen oder gar rein körperlichen Ursachen, von irrationalem negativem Denken / Selbstwertgefühl oder Verdrängungsprozessen.
Wir setzen uns dem Trend der Individualisierung, in welchen inneren Weisheits- und Wohlfühl-Verpackungen er auch dargereicht wird, entgegen und glauben, dass auch die Gesellschaft eine Verantwortung für Probleme Einzelner trägt. Deswegen sprechen wir uns nicht nur gegenseitig Mut zu, sondern verstehen die Gruppe als Gemeinschaft und engagieren uns überdies dafür, die Gesellschaft im Sinne von mehr Gemeinschaft und einem offeneren Umgang mit persönlichen Sorgen insbesondere junger Menschen, der nicht nur überspitzt gesagt die Alternative zwischen Disco, Schützenverein, Kirche, Meditationskurs, Bordell und Psychiatrie lässt, umzugestalten.
Einen besonderen Schwerpunkt legen wir auf die Erarbeitung neuer Therapien jenseits des Psychologie- und Lebenshilfemainstreams, z.B. auf Grundlage von Reizverarbeitungstraining, Kreativitätstechniken, kulturellem Mentoring, Humortheorie. Dabei streben wir auch den Dialog mit verschiedenen Fachrichtungen, wie Psychologie, Sozialpädagogik, Kulturwissenschaft bzw. deren unterschiedlichen Lagern, und eine bessere Vernetzung dieser Fachrichtungen miteinander an.
Was wir machen
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Jede Woche findet an einem festen Wochentag und Zeitpunkt eine moderierte Sitzung statt.
Diese wird jeweils umrahmt von einem Anfangs- und Abschlussblitzlicht. Darin teilen wir unser Befinden und unsere zentralen Gedanken am Anfang und am Ende eines Treffens gebündelt mit.
Darüber hinaus ist der Ablauf relativ frei. Er wird am Ende jeder Runde für die jeweils nachfolgende beschlossen, damit nicht dann ein Chaos entsteht. Es können aber auch kurzfristig Änderungen vorgenommen werden.
Mögliche Gruppenformen sind z.B.:
1) Kommunikationsübung
2) Besprechung eines allgemeinen Themas
3) Besprechung eines Einzelanliegens
4) gemeinsame Unternehmung
Es kann auch mehreres miteinander kombiniert werden, aber: lieber weniger und dafür besser!
Sollte die Gruppe einmal ausfallen oder sollten Teilnehmer zu kurz kommen, legen wir Wert darauf, uns um Kompensation zu bemühen. Das kann ein Ersatztreffen im Sinne einer formalen Runde sein, ein persönliches Gespräch oder was gerade gefragt ist. Dabei stehen persönliche Sympathien auch mal hinten an, denn wir sind keine Kontaktbörse, sondern eine Hilfsplattform, die jedem, der sie beansprucht, in einem Prozess des gegenseitigen Gebens und Nehmens auch zur Seite steht!
Alles bei uns ist freiwillig – aber: wir ziehen den Begriff der Freiwilligkeit nicht in den Schmutz! Wir besetzen ihn so, dass wir freiwillig etwas miteinander und füreinander tun und nicht etwa freiwillig gleichgültig sind!
Manchmal tauchen Tabu-Themen auf, die jemand nicht vor versammelter Teilnehmerschaft bereden will. Werden Störeinflüsse in der Gruppendynamik wahrgenommen, kommt dies bei uns jedoch offen auf den Tisch.
Wer das Sagen hat
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Alle Gruppenmitglieder sind gleichberechtigt, es gibt keinen Leiter in dem Sinne. Lediglich wird ein Moderator gewählt, der fest sein, aber auch wechseln kann, sowie ein Ansprechpartner für Neuinteressierte oder Besucher.
Wünschenswert ist eine fixe Vertrauensperson für Tabu-Themen, falls sich jemand dies zutraut.
Eine professionelle Begleitung ist auf Dauer nicht vorgesehen, kann aber im Bedarf (akute Gruppenstreitigkeiten etc.) punktuell erfolgen und über den Expertenkontakt auch effektiv organisiert werden.
Unsere Leitsätze
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1. Wir wertschätzen einander
2. Wir helfen einander
3. Wir lassen niemanden im Stich
4. Wir treffen uns, wenn es sein muss, auch an ausgefallenen Orten
5. Wir treffen uns auch zu zweit oder dritt
6. Wir geben jedem Teilnehmer den ihm zustehenden Raum
7. Wir helfen im Rahmen unserer Möglichkeiten auch Menschen, die wir für unser Gruppenformat nicht als geeignet befunden oder die bei uns nicht Fuß gefasst haben
8. Wir suchen nach konkreten Lösungswegen für die Probleme des jeweils anderen, insoweit dieser es wünscht
9. Wir helfen, wenn nötig, bei diesen Lösungswegen auch außerhalb der Sitzungen aktiv mit
10. Wir suchen den privaten Kontakt miteinander, auch wenn wir sehr verschieden sind – jeder kann vom anderen etwas mitnehmen
11. Wir pflegen eine authentische Sprache
12. Wir heißen respektvolle Kritik untereinander willkommen
13. Wir versuchen, regelmäßig zu kommen und insbesondere, wenn Neue oder Besucher sich ansagen, uns daran zu halten
14. Wir vermeiden Pathologisierungen und Einordnungen in klinische Kategorien
15. Wir engagieren uns gesellschaftlich für die Integration von Außenseitern
16. Wir entwickeln Ansätze für alternative Therapiemethoden und tauschen uns darüber mit Experten aus
Unsere E-Mail
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kommunikationsfluss_h@gmx.de
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